Konzert III
| Datum: | 07.02.2006 |
| Beginn: | 19:00 |
| Ort: | Große Aula der Universität Salzburg, Universitätsplatz 1, 5020 Salzburg |
| Interpreten | ||
| · | Plural Ensemble Madrid | |
| · | Fabian Panisello | |
| Programm | ||
| · | C. Aliaj |
Zehn Miniaturen
für Flöte, Klarinette, Streichquartett und Klavier |
| · | P. Dusapin |
Etüden 2 und 4
für Klavier solo |
| · | C. P. Cano |
Bitácora
für Flöte, Klarinette, Violine, Cello und Klavier |
| · | S. Sciarrino |
Spazio Inverso
für Flöte, Klarinette, Violine, Violoncello und Celesta |
| · | S. Sciarrino |
Per Matia
für Violine solo |
| · | D. del Puerto |
Dos dedicatorios
für Violine solo |
| · | L. de Pablo |
Metáforas
für Streichquartett und Klavier |
| Plural Ensemble Madrid |
|
Das Plural Ensemble ist bereits bei vielen Festivals zeitgenössischer Musik aufgetreten und hat in der ganzen Welt großen Erfolg bei Publikum und Kritik erhalten. Das Ensemble wurde mit dem Anspruch gegründet, seinem Publikum sowohl die Musik des 20. Jahrhunderts als auch aktuelle Kompositionen in Interpretationen auf höchstem Niveau zu vermitteln. So präsentiert das Ensemble jährliche Konzertreihen mit Schlüsselwerken des 20. und 21. Jahrhunderts in verschiedensten Formationen von solistischen Werken bis zu groß besetzten Werken. |
| César Aliaj |
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Geboren in Tirana (Albanien), studierte ab 1985 am Konservatorium seiner Heimatstadt in der Klasse von Cesk Zadeja, dem hochangesehenen Musikdozenten Albaniens, seinerseits Schüler von Shostakowitsch. Weitere Studien bei dem Komponisten und Musikwissenschaftler Prof. S. Shupo. 1989 erhielt er seine erste Auszeichnung beim Festival of Contemporary Music für Cantata for soprano, chorus and orchestra und anlässlich seines Engagements am Theater von Tirana vollendete er 1990 seine einaktige Oper Perjetesia. 1991 bis 1993 weitere Studien in Athen, sodann am Musikkonversatorium Genf bei Eric Gaudibert, Jean Balissat, wo er im Fach Komposition graduierte und den 1. Preis für Komposition gewann. 1995 erhielt er den Preis des Ersten Internationalen Kompositionswettbewerbs Emmy Hürlimann mit Franco Donatoni als Präsident der Jury, organisiert von der Paul Hindemith Stiftung in Blonay (Schweiz). Sein Preisträgerstück Nuages für Harfe wurde von Radio Suisse Romande als CD (Espace 2) herausgegeben. Teilnahme an Kursen für Komposition und Analyse bei I.Yung, J.Harvi, G.Benjamin, C.Huber, B.Ferneyhough u.a. Cesar Aliaj lebt zur Zeit in Spanien, wo er viele seiner Stücke uraufführte, u.a. bei der Stiftung Juan March, Audience of Zaragoza, Real Theater in Madrid, Count Duke, University of Alcalá, CAEM (Salamanca). Im April 2005 spielte das Arditti Quartett die Uraufführung seines Streichquartetts Lirréversible (Ginebra,1998). Seit 2003 ist er Professor am Upper Conservatory of Salamanca und leitet Klassen für Analyse und Harmonielehre. |
| Pascal Dusapin |
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1955 in Nancy geboren, ist Pascal Dusapin eine der führenden Persönlichkeiten der heutigen französischen Musik. Im wesentlichen Autodidakt, besuchte er von 1974 1978 die Seminare von Iannis Xenakis. 1981 bis 1983 Gastaufenthalt in der Villa Medicis, Rom, und in den Jahren 1993 und 1994 war er compositeur en résidence beim Orchestre National de Lyon. Er erhielt zahlreiche Preise, 1977: prix de la vocation, 1979: prix Hervé-Dugardin (Sacem), 1993: prix de lAcadémie des beaux-arts, Syndicat de la Critique und Grand Prix de la Musique du Ministère de la Culture, 2002: Victoires de la Musique. Mehr als 70 Werke kennzeichnen eine kompositorische Entwicklung in nahezu allen Gattungen, wie Instrumentalsolo, Kammermusik, Orchester, Oper, wobei einige in besonderer Weise seinen Ruf begründeten, so die 4 Opern Romeo & Juliette, 1989 ; Medeamaterial, 1992 ; To Be Sung, 1994, Perelà, Uomo di fumo, 2003, die beiden Oratorien Niobée, 1984 und La Mélancholia, 1992, 4 Streichquartette aus den Jahren 1983, 1990, 1993 und 1997, mehrere große Orchesterwerke, von denen Assaï (1985) und Haro (1986) von Dominique Bagouet choreographiert wurden. Neuere Werke sind ein Zyklus «solo pour orchestre» : Go(solo n°1, 1992), Extenso (solo n°2, 1993-94), Apex (solo n°3, 1995) und Clam(solo, n°4, 1997-98), sowie 3 Stücke für Chor Granum Sinapis, Umbrae Morti und Dona Eis (1997-98). Sein literarischer und künstlerischer Ruf zeugen von der tiefen Sehnsucht, sich nicht auf rein musikalische Fragestellungen zu beschränken. So nähren sich seine Kompositionen von einer wesentlich weitläufigeren Reflexion, der Sinnlichkeit breiten Raum lassend, wie es ersichtlich wird aus den vielfältigen Verzweigungen seiner Arbeit und aus der Leichtigkeit, ambitionierte Formate anzuwenden auf intimste Stücke, die unmittelbar auf bemerkenswerter instrumentaler Qualität beruhen. In seiner Schreibweise, sehr bald schon emanzipiert von den ersten Einflüssen (Edgar Varèse, Iannis Xenakis, Franco Donatoni) und niemals auf Lyrisches verzichtend, entfalten sich meisterhaft gestaltete Energien, die die Strenge der formellen Organisation mit der Freiheit der Erfindung verbinden. Sein erstes Klavierkonzert A Quia wurde uraufgeführt in Bonn (September 2002 von Ian Paice und dem Orchestre National de Paris unter der Leitung von Christoph Eschenbach) ; Ian Paice spielte auch die Uraufführung des gesamten Zyklus Sept études pour piano im Rahmen des Festival dAutomne in Paris, (Dezember 2002). 2005-2006 arbeitet er in Buenos Aires an der Realisierung von Medea und darüberhinaus in der Cité de la musique de Paris an der Fertigstellung seines V. Streichquartetts, das dort im Rahmen einer Werkschau aufgeführt werden soll, sowie an der Staatsoper Berlin an seiner 5. Oper Faustus, The Last Night, die von Peter Mussbach inszeniert wird. |
| Carlos Perón Cano |
1976 in Madrid geboren, begann seine Musikstudien im Alter von 10 Jahren bei Professor Manuel del Real und führte diese u.a. bei Adriana Marchinkova, Ana Baget, Manuel Guillén und Hermes Kriales fort.Meisterkurse bei Vartan Manoogian, Manuel Guillén, Agustín León Ara, Ara Malikian, Lorand Fenyves, Christof Bruggemann, Arcadi Futer, Oleg Lev, Liang Chai, Volkmar Holz, Boris Kuniev und Alexander Detisov, und im Bereich der Komposition bei Mauricio Kagel, G.Ligeti, E.Fubini, K.Penderecki, Luis de Pablo, K.Stockhausen, Klaus Huber, H.W. Henze und Claudia Colombatti. Zahlreiche Auftritte als Konzertmeister und Dirigent mit Instrumental- und Vokalensembles, und in Zusammenarbeit mit Ananda Sukarlan, Fabian Panisello, Maria Rosa Calvo-Manzano, Ángel Luis Castaño, Pablo Suárez, Iagoba Fanlo, Serjoud Kradjian, Joaquín Clerch, Pavel Crisan, Breno Ambrosini, Paul Meyer, J.L. Temes, Ros Marbà, Odon Alonso und Ara Malikian, David del Puerto, Jesús Rueda und Joan Valent. Er dirigierte Aufführungen eigener Werke mit Orchestern wie dem Symphonieensemble der Oper von San Sebastián de los Reyes, dem Orchester Jóvenes Virtuosos der Gemeinde Madrid, dem Orchester der Autonomen Universität von Madrid und dem Kammerorchester Joaquín Turina, dem Projekt Guerrero und dem Quartett Lutoslawski, sowie dem Choral der Universität von Murcia (Internationales Festival der Jungen Chöre 2002). Darüberhinaus wurden seine Werke bei Festivals in Mexiko, Frankreich, England, Deutschland und der Türkei aufgeführt , bei Radio Nacional de España und Televisión Española TV2 aufgenommen und im Verlag Arte Tripharia veröffentlicht. Im Jahr 2000 sind fünf seiner Werke für die Preise der S.G.A.E. nominiert worden und er ist im Wettbewerb 2005 der Jungen Komponisten der CDMC (Centro de Difusión de la Música Contemporánea) ausgezeichnet worden. Als Mitglied der S.G.A.E. (Sociedad General de Autores y Editores) betreut er die Produktion von über 240 Werken und mehr als 50 Erstaufführungen. Veröffentlichung von Artikeln für die Musikzeitschrift Mundo Clásico und Tätigkeit als Musik- und Imageberater. |
| Salvatore Sciarrino |
1947 in Palermo geboren, ist stolz darauf, frei und keiner Musikrichtung zuzuordnen zu sein. Er begann im Alter von zwölf Jahren als Autodidakt zu komponieren. 1962 kam es zur ersten öffentlichen Aufführung eines seiner Werke. Sciarrino betrachtet seine ersten Werke bis 1966 als harte Lehrzeit, in der sich sein persönlicher Stil entwickelte. Seine umfassende Werkliste wird in einem ständigen kreativen Prozess weiter entwickelt. Nach Abschluss der klassischen Schulbildung und einigen Jahren des Universitätsstudiums übersiedelte Sciarrino 1969 nach Rom und 1977 nach Mailand. Seit 1983 lebt er in Città di Castello.Unter anderem komponierte er für das Teatro alla Scala, RAI, den Maggio Musicale Fiorentino, die Biennale di Venezia, das Teatro La Fenice, die Oper von Genua, die Arena di Verona, die Oper von Stuttgart, La Monnaie (Brüssel), die Oper Frankfurt, Concertgebouw (Amsterdam), das London Symphony Orchestra, Suntory Hall (Tokyo) und für folgende Festivals: Schwetzingen, Donaueschingen, Witten, Salzburg, New York, Wien Modern, Wiener Festwochen, Berliner Festspiele Musik Biennale, Holland Festival, Alborough, Festival d'Automne à Paris, Ultima (Oslo). Seine Werke von 1969 bis 2004 sind bei Ricordi verlegt und seit 2004 exklusiv bei RAI Trade. Sciarrino kann eine umfangreiche Diskographie vorweisen. Seine Kompositionen sind auf 70 CDs bei verschiedenen internationalen Labels erschienen. Sciarrino schrieb einen Großteil seiner Opernlibretti selbst und hat darüber hinaus eine reiche Anzahl an Texten verfasst, die in dem Buch "Carte da suono" (DICIM - Novecento, 2001) zusammengefasst sind. Von besonderer Bedeutung ist ein interdisziplinäres Herangehen an die musikalische Form in seinem Buch "Le figure della musica, da Beethoven a oggi" (Ricordi 1998). Er lehrte an den Konservatorien in Mailand (1974 - 1983), Perugia (1983 - 1987) und Florenz (1987 - 1996). Gleichzeitig leitete Sciarrino Fortbildungskurse und Meisterklassen, besonders hervorzuheben jene in Città di Castello von 1979 bis 2000. Zwischen 1978 und 1980 war er künstlerischer Leiter des Teatro Comunale di Bologna. Er ist Mitglied der Akademie di Santa Cecilia (Rom), Akademie der Schönen Künste in München und der Akademie der Kunst (Berlin). Sciarrino ist Träger zahlreicher Preise. Die jüngsten: Prince Pierre de Monaco (2003) und Premio Internazionale Feltrinelli(2003). Für 2006 arbeitet Sciarrino an der Oper "Da gelo a gelo" für die Schwetzinger Festspiele, die Opéra de la Bastille, Paris. |
| David del Puerto |
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Der 1964 in Madrid geborene David del Puerto studierte Gitarre bei Albert Potin, Harmonielehre beim Oboisten Jesús María Corral und Komposition bei Francisco Guerrero und Luis de Pablo in Madrid, Granada und Las Palmas. Seit 1985, als zwei seiner frühren Stück vom Almeida Festival, London ausgewählt wurden, wird seine Musik weltweit an Festivals gespielt wie z. B. bei Ars Musica (Brüssel), Festival dEté (Genf), Musica! (Strassburg), Huddersfield und Edinburgh Festivals, Holland Festival, Niew Muziek Middelburg und Gaudeamus Music Week (Holland), Religiöse Musikwoche in Cuenca, Festivals der Kanarischen Inseln, Granada und Alicante, Présences Radio France (Paris), Festival Pontino (Italien), Takefu Music Days (Japan), Juilliard School (New York), A Tempo (Caracas) sowie in den Saisonprogrammen von Ensemble InterContemporain (UA von Deneb 1989, im Auftrag von Pierre Boulez), Wisconsin University Symphony Orchestra, London Sinfonietta, Orquesta Nacional de España, Spanisches Radio-Sinfonieorchesters, Orquesta Ciudad de Granada, Orquesta de la Comunidad de Madrid, Cello Octet Conjunto Ibérico, Nationaler Kammerchor Islands usw. Seine Werke wurden von folgenden Solisten, Dirigenten und Ensembles aufgeführt: Ernest Rombout, Ananda Sukarlan, Ángel Luis Castaño, Miquel Bernat, Evelyn Glennie, Tatiana Koleva, Alberto Rosado, Sarah Leonard, Sakari Oramo, Diego Masson, Luca Pfaff, José Ramón Encinar, Fabián Panisello, Josep Pons, Lorraine Vaillancourt, CelsoAntunes, Cuarteto Casals, Nederlands Kamerkoor, Nieuw Ensemble, Ensemble Alternance, Plural Ensemble, Finnish Radio Symphony Orchestra usw. David del Puerto war Gastprofessor an Konservatorien und Universitäten in Holland, den USA, Belgien und Spanien. 1993 gewann er den Gaudeamus-Preis mit seinem Konzert für Oboe und Kammerensemble. Im gleichen Jahr erhielt er El ojo crítico des Spanischen Nationalfunks. Von 1999 bis 2000 war er Composer in Residence beim Nationalen Jugendorchester Spaniens. Außerdem unterrichtete er Komposition an der Universität von Alcalá de Henares (2003) und im Rahmen des Internationalen Kurses von Villafranca del Bierzo (2002, 2003). Derzeit ist er Professor an der Cátedra Manuel de Falla (Konservatorium von Cádiz) und unterrichtet musikalische Analyse an der Escuela Superior de Música Regina Sofía (Madrid). |
| Luis de Pablo |
Bewandert in allen musikalischen Genres, und im Bereich internationaler zeitgenössischer Musik der z. Zt. wohl aktiviste spanische Musiker ist Luis de Pablo (1930 in Bilbao geboren) ein multilinguist höchsten Ranges. Seine Interessen erstreckten sich auf unterschiedlichste außermusikalische Themenbereiche und seine lünstlerischen und literarischen Einflüsse sind weitläufig. Er hat eine spezielle Beziehung zu englischer Kultur und Literatur, seine Musik wurde bei den London Almeida Festivals und 1998 beim Huddersfield Contemporary Music Festival am Institute of Contemporary Arts in London aufgeführt, sein Name ist in England vertraut, wohl auch aufgrund der Tatsache, dass er seine Werke bei Suvini Zerboni (Mailand) publiziert und nichts der self-promotion überläßt.Luís de Pablo und Cristobal Halffter waren die Schlüsselmitglieder der Komponistengruppe (bekannt unter Generation 51. Diese damals jungen Musiker begannen gleich nach Beendigung ihrer Studien ihre Karriere um das Jahr 1951, mit dem Vorsatz, Spanien nach dem Bürgerkrieg zu helfen, wieder an die musikalischen Entwicklungen Europas anzuknüpfen. De Pablos eigene Erkundungen haben diesen Prozess wesentlich angetrieben. Schnell assimilierte er Atonalität und Serialismus, aleatorische Formen, graphische Experimente und elektronische Techniken. Er war Mitbegründer der Grupo Nueva Musica 1958, gründete 59 Tiempo y Musica und unterrichtete bei vielen Gastkursen in USA und Kanada sowie viele der jüngeren spanischen Komponisten. Thomas Marco betrachtet Luis de Pablo als den treibenden Geist einer ganzen Ära spanischer Musikgeschichte. Seine Werke umfassen Solo- und Kammermusik, darunter 4 Streichquartette, wovon Caligrafia Serena am charakteristischsten Zeugnis gibt von seinem merkurischen Stil, Musik eines feinnervig-aktiven Denkers, nichtsdestotrotz fähig zu Charme und Heiterkeit, kontrastierende Ideen zu überzeugender Homogenität verbindend. Es wurde vom Arditti Qzartett uraufgeführt. Weiters Werke für Orchester, oft Singstimmen einbindend, Ausdruck seiner Lese-Leidenschaft und seines zeitlos-kulturenübergreifendes Konzepts der Beziehung von Musik und Literatur. Seine 4 Opern zeugen nicht minder von seiner hohen dramatischen Leidenschaftlichkeit. Luis de Pablo ist ein wunderbarer Erzähler und Schreiber ausgesuchter texte auf ausgesuchten Bildkarten. Nach schwerer gesundheitlicher Krise lebt er als fröhlicher workoholic, komponiert, unterrichtet, reist nach Herzenslust und ungeachtet aller ärztlichen Ratschläge. In Madrid ansässig, verbringt er die Sommer mit Arbeitsferien im Baskenland, er brauche einen ruhigen Punkt, wo er seine Ordnung und seine Unordnung in Klänge setzen kann. |
1976 in Madrid geboren, begann seine Musikstudien im Alter von 10 Jahren bei Professor Manuel del Real und führte diese u.a. bei Adriana Marchinkova, Ana Baget, Manuel Guillén und Hermes Kriales fort.
1947 in Palermo geboren, ist stolz darauf, frei und keiner Musikrichtung zuzuordnen zu sein. Er begann im Alter von zwölf Jahren als Autodidakt zu komponieren. 1962 kam es zur ersten öffentlichen Aufführung eines seiner Werke. Sciarrino betrachtet seine ersten Werke bis 1966 als harte Lehrzeit, in der sich sein persönlicher Stil entwickelte. Seine umfassende Werkliste wird in einem ständigen kreativen Prozess weiter entwickelt. Nach Abschluss der klassischen Schulbildung und einigen Jahren des Universitätsstudiums übersiedelte Sciarrino 1969 nach Rom und 1977 nach Mailand. Seit 1983 lebt er in Città di Castello.
Bewandert in allen musikalischen Genres, und im Bereich internationaler zeitgenössischer Musik der z. Zt. wohl aktiviste spanische Musiker ist Luis de Pablo (1930 in Bilbao geboren) ein multilinguist höchsten Ranges. Seine Interessen erstreckten sich auf unterschiedlichste außermusikalische Themenbereiche und seine lünstlerischen und literarischen Einflüsse sind weitläufig. Er hat eine spezielle Beziehung zu englischer Kultur und Literatur, seine Musik wurde bei den London Almeida Festivals und 1998 beim Huddersfield Contemporary Music Festival am Institute of Contemporary Arts in London aufgeführt, sein Name ist in England vertraut, wohl auch aufgrund der Tatsache, dass er seine Werke bei Suvini Zerboni (Mailand) publiziert und nichts der self-promotion überläßt.