Wolfgang Roscher

Wurde am 29. Mai 1927 in Komotau (Böhmen) geboren. Nach Unterricht in Klavier, Orgel, Cembalo und Tonsatz wurde er nach dem Krieg Stiftsorganist der Prämonstratenserabtei Tepl und studierte ab 1946 in Bamberg bei GMD Konrad Lechner; (sowie Literatur: P. Stöcklein, Philosophie: W. Heilmann, Theologie: Faulhaber; ab 1949 in Erlangen Musikwissenschaft: R. Steglich, Germanistik: Cirtautas, Seiler).

1951 Promotion zum Dr. phil. und ab 1955 in München Komposition bei Carl Orff. Wolfgang Roscher wurde als Komponist und Musikkritiker, Kirchen- und Schulmusiker tätig und übernahm 1960 den Lehrstuhl Musikerziehung in Alfeld.

1971 ordentlicher Professor für Musik und Auditive Kommunikation in Hildesheim.

1981 wurde er an die Lehrkanzel für Musikpädagogik an die Universität Mozarteum in Salzburg berufen, er leitet das Institut für integrative Musikpädagogik und Polyästhetische Erziehung und war von 1991 bis 1995 Rektor der Universität Mozarteum (sowie Initiator der Poetik Gastprofessur für Neue Musik). Er ist Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste (und war 1993-1998) Dekan ihrer Klasse der Künste) und Mitglied der Bayrischen Benediktinerakademie sowie seit 1999 Ehrenmitglied der Aspekt Salzburg.

Wolfgang Roscher verficht die friedens-, kultur-, und musikpädagogische Lehre einer "Mehr-Wahrnehmung" (polyaisthesis) und ist Gründer (1982) und Präsident der Internationalen Gesellschaft für Polyästhetische Erziehung. Er trat durch Musiktheaterimprovisationen und Filmproduktionen sowie durch Vertonung von Shakespeare, Hölderlin, Celan, Bachmann, und Sakraltexten für Sprech- und Singstimmen für Chor und Kammerensembles hervor.